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Kapitel 15: CDU will Feuerwache günstiger und schneller modernisieren

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Kapitel 15 (20.02.2015)

Dieses Mal wird alles günstiger. Wirklich. Ganz bestimmt.

Es war ein neuer Ton in der Diskussion.

Ein hoffnungsvoller Ton.

Ein politischer Ton. „Günstiger und schneller“ – zwei Worte, die in all den Jahren rund um die neue Feuerwache eher selten gemeinsam aufgetreten waren. Meist kannte man sie nur getrennt. Oder gar nicht. Die CDU hatte gerechnet. Und festgestellt:

10,7 Millionen Euro seien doch irgendwie… viel.

Also müsse es auch anders gehen.

Nicht größer. Nicht weiter weg.

Sondern teilweise modernisiert. Ein wunderschönes Wort, das alles offenlässt und trotzdem nach Lösung klingt. Der Plan:

Kein Neubau an der Nordmarkhalle.

Kein Bahnhof.

Keine große Vision.

Stattdessen: Herrrenstraße, ein bisschen Abriss, ein bisschen Neubautrakt, größere Tore für größere Autos – und voilà: moderne Feuerwehr. Etwa ein Drittel des Gebäudes sollte verschwinden.

Nicht die Feuerwehr.

Nur das Gebäude.

Wichtig war die Klarstellung. Die neuen Fahrzeuge sollten endlich durch die Tore passen, ohne dass vorher die Luft aus den Reifen gelassen werden musste. Auch Umkleiden, Trockenräume und Lagermöglichkeiten wurden erwähnt – fast ehrfürchtig, als hätte man sie gerade erst entdeckt. Natürlich wurde geprüft.

Natürlich wurde untersucht.

Natürlich wurde wieder geprüft, ob die Feuerwehr-Unfallkasse mitspielen würde.

Denn nichts modernisiert so gründlich wie ein kritischer Blick von außen. Das Zauberwort hieß 2,5 Millionen Euro.

Eine Summe, die in der jahrelangen Diskussion fast schon bescheiden wirkte.

„Deutlich günstiger“, hieß es.

„Zügig realisierbar“, hieß es.

Und niemand sagte laut das, was alle dachten:

Das haben wir doch schon mal gehört. Aber diesmal klang es anders.

Vielleicht lag es an den klaren Zahlen.

Vielleicht am Wort „schneller“.

Oder vielleicht einfach daran, dass nach all den Jahren jeder bereit war, auch kleine Schritte als Fortschritt zu feiern. Die Feuerwehr nahm es zur Kenntnis.

Mit der Routine von Menschen, die gelernt hatten, zwischen Einsatzalarm und Ausschusssitzung nicht nervös zu werden. Man war offen.

Man war vorsichtig optimistisch.

Und man wusste:

Egal ob teuer oder günstig –

am Ende musste es funktionieren. Und so ging die Geschichte weiter.

Nicht mit dem großen Wurf.

Nicht mit dem ersten Spatenstich.

Sondern mit einer neuen Variante. Günstiger.

Schneller.

Und selbstverständlich:

Noch einmal in Prüfung.

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