Doch im Jahr 1973… sah die Welt noch ganz anders aus. Da trug man Flower-Power-Motive , man hörte ABBA – und bei uns auf der Jahreshauptversammlung kam man zu einer bahnbrechenden Erkenntnis: „Wir brauchen eine 6. Gruppe!“
Nach einem Gespräch mit dem Gruppenführer Gerd Kruse verkündet Klaus Linke seine Entscheidung.
Die 6. Gruppe freut sich über tatkräftige Verstärkung: Carsten Maaß bereichert ab sofort unsere 6. Gruppe! Damals wusste Carsten noch nicht, dass er uns eines Tages sogar im Kreisfeuerwehrverband vertreten würde – aber wir sagen: Wer so engagiert ist, passt einfach perfekt zu uns! Es gab viele gute Dienste, starke Einsätze und gesellige Abende in bester Kameradschaft!
Es hätte kaum ein symbolträchtigerer Ort sein können: Das alte Rathaus, Herzstück der Stadtgeschichte, wurde zum Schauplatz des allerersten Einsatzes der brandneuen Gruppe 6. Und wie es sich für einen Einstand gehört – es wurde heiß. Am späten Abend rückte die junge Truppe unter Blaulicht und Adrenalin an. Einsatzmeldung: Brand im alten Rathaus, vermutlich Brandstiftung. Kaum vor Ort, zeigte sich, dass die Flammen nicht nur ein paar Akten, sondern gleich ein ganzes Kapitel Stadtgeschichte verschlingen wollten.
Frisch, motiviert und mit glänzenden Stiefeln betrat Gunnar Sievers die Welt der Feuerwehr – und zwar in die legendäre 6. Gruppe. Damals galt noch das gute alte Aufnahmeverfahren mit zwei Fürsprechern. Zwei tapfere Kameraden mussten also bestätigen: „Ja, der kann was – und ja, wir trauen uns, dafür geradezustehen.“ Ob sie wussten, worauf sie sich einließen? – Nun, spätestens beim ersten Übungsabend war klar: Gunnar bringt frischen Wind, trockenen Humor und eine erstaunliche Leidenschaft fürs Schlauchrollen mit. Der Gruppenführer kommentierte die Neuaufnahme mit einem Schmunzeln: „Zwei Fürsprecher? Heute würde er wahrscheinlich vier brauchen – einfach, weil alle ihn haben wollen!“ Mit Gunnar ist die 6. Gruppe nun offiziell um eine starke Schulter und ein lautes Lachen reicher.
Ein Abend für die Geschichtsbücher!
Teile der 6. Gruppe waren beim Großfeuer am Möbellager in Büdelsdorf beteiligt. Die Feuerwehr Rendsburg wurden zur Unterstützung angefordert.
Zum Löschmeister: Klaus Linke. Zum Oberfeuerwehrmann: Werner Green und Jens Oberg.
Am 2. April wurde der Schnellbergungswagen (SBW) an die Feuerwehr übergeben. Das Fabrikat ist ein Range Rover und ausgerüstet ist es mit Vorbauwinde, Bergungsgerät, Notarztgerät usw. Gestiftet wurde das Fahrzeug von der Aktion Norddeutschland der Björn-Steiger-Stiftung. Die Kosten des SBW in Höhe von 83.500,-DM wurden mit 18.500,-DM durch Geld und Sachspenden abgedeckt. Das Fernmeldebataillon 610 steuerte gut die Hälfte bei. Einen weiteren Beitrag leisteten die städtischen Gremien. Den Hauptteil hat die Steiger-Stiftung in Verbindung mit dem Verband der Motorjournalisten VdM erbracht. Daten des SBW: Kombi Limousine Range Rover, 3,5 Liter-V-8-Motor mit 132 DIN PS-165 km/h. Allen Gängen ist eine Geländestufe zugeordnet. Es stehen damit 8 Vorwärts- und 2 Rückwärtsgänge zur Verfügung. 3 Mann Besatzung, 1 Satz Hebekissen, Seilwinde, Trennschleifgerät, Sanitätskasten mit Arztbesteck, Krankentrage, Schere und Spreizer, Sprechfunkanlage, 3,5 m ausfahrbarer Teleskopmast mit blauer Rundumleuchte, 2 x 1000 Watt Flutlichtstrahler.
Teile der 6. Gruppe waren beim Großfeuer am Martinshaus mit Löscharbeiten beteiligt.