Irgendwann zwischen 1985 und 1989 – die Frisuren waren groß, die Schulterpolster noch größer und die genaue Jahreszahl heute leider kleiner als die Erinnerung – wurde die Feuerwehr zu einem besonderen Einsatz in der Alten Kieler Landstraße alarmiert. Betroffen war der Einkaufsmarkt „Komet“. Glücklicherweise handelte es sich nicht um einen Absturz aus dem Weltall, sondern um einen Brand, der deutlich bodenständiger begann: Unbekannte hatten Container am Gebäude in Brand gesetzt. Die Flammen zeigten sich jedoch äußerst ehrgeizig und beschlossen, nicht bei den Containern stehenzubleiben. Stattdessen suchten sie sich ihren Weg unter das Dach des Marktes. Dort angekommen, spielten sie Verstecken in der Dachkonstruktion – allerdings mit Rauch und Hitze statt mit guten Manieren. Für die Einsatzkräfte begann nun die weniger glamouröse, aber umso wichtigere Aufgabe: Dach öffnen, Glutnester suchen, Dach weiter öffnen, noch mehr Glutnester suchen und dabei hoffen, dass das Dach irgendwann freiwillig aufgibt. Mit viel Aufwand, Ausdauer und vermutlich einigen Litern Schweiß gelang es schließlich, die versteckten Brandstellen freizulegen und abzulöschen. So wurde verhindert, dass aus dem Einkaufsmarkt ein unfreiwilliges Großfeuerwerk wurde. Der Einsatz reiht sich ein in die Serie von Brandstiftungen, die Rendsburg damals immer wieder beschäftigten. Für die Feuerwehr bedeutete das zusätzliche Arbeit, für die Täter hoffentlich wenig Erfolg und für den Komet-Markt das Glück, dass die Flammen rechtzeitig gestoppt wurden. Am Ende blieb festzuhalten: Die Container hatten zwar einen heißen Abend, das Dach musste einige unfreiwillige Schönheitsoperationen über sich ergehen lassen, aber der Komet verglühte nicht – und die Feuerwehr konnte einmal mehr zeigen, dass sie Brände lieber löscht als Sterne beobachtet.
Am 22. Januar, morgens gegen 4,Uhr entstand in der Neuen Straße im Hause Möbel Schulz ein Großfeuer. 25 Menschen wurden Obdachlos. Der Schaden betrug ca. 800.000, - DM. Durch die einstürzende Giebelwand in der Hohen Straße wurde der Fm. Helmut Fischer getötet und zwei weitere seiner Kameraden von der Chemischen Düngerfabrik verletzt. Verschiedene Feuerwehrmänner der F.F. Rendsburg mussten wegen Rauchvergiftungen ebenfalls ärztlich behandelt werden. sämtliche Nachbarwehren, sowie die Berufsfeuerwehren aus Kiel und Neumünster waren an den Löscharbeiten beteiligt.
Die Feuerwehr unterhielt ab 1943 im Gerätehaus im Jungfernstieg eine Bereitschaftswache. In der Zeit von 1941 bis 1945 wurden 524 Einsätze gefahren. Dabei sind Einsätze wie der vom 25. bis 28. Juli 1943 nach Hamburg als ein Einsatz gerechnet worden. Die Haupteinsatzorte waren Kiel und Hamburg. Der Bereitschaftsführer Tarnow wurde für den Einsatz der Feuerwehr mit dem Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet. Am 21. Mai 1943 wurden die Männer der sogenannten Ergänzungsfeuerwehr im SHD (Sicherheits- und Hilfsdienst) vereidigt.







































