„Die etwas zu realistische Alarmübung in Hohn“

Eigentlich sollte es ein ganz gewöhnlicher Übungstag auf dem Flugplatz Hohn werden. Ein bisschen Blaulicht, ein bisschen Funkspruch, einmal Schlauch ausrollen fürs gute Gewissen – mehr hatte niemand erwartet. Doch das Universum hatte offenbar beschlossen, dass der Adrenalinpegel an diesem Tag etwas höher liegen durfte.

Mitten in der Übung, als alle konzentriert und professionell wirken wollten, gab unser ELW plötzlich ein Geräusch von sich, das in keinem Handbuch vorgesehen war. Es klang nach einer Mischung aus „Ich brenne gleich!“ und „Holt schon mal die Versicherungspapiere!“. Kurz darauf schmorte der Motor so verdächtig, dass sich aus der Übung beinahe ein echter Einsatz entwickelt hätte – nur eben gegen uns selbst.

Da steht man also mit einer kompletten Feuerwehrbesatzung auf einem Flugplatz, bestens vorbereitet auf alles, außer auf die Tatsache, dass der eigene Einsatzleitwagen versucht, flambiert zu werden. Ironie-Level: Maximum.

Nachdem der Motor sich beruhigt hatte (oder einfach resigniert hatte, wer weiß das schon), blieb eine Frage:
Was machen wir jetzt mit dem armen Ding?

Einfach in Hohn stehen lassen? Niemals! Also wurde beschlossen, den Rückweg nach Rendsburg anzutreten – allerdings mit sehr, sehr… sehr viel Vorsicht.
Maximalgeschwindigkeit: 20 km/h.
Gefühlte Herzfrequenz im Fahrerhaus: 200 bpm.

Jedes Klackern, jedes Rumpeln, jeder Windhauch wurde misstrauisch beäugt. Einer schwor sogar, der Motor hätte ihm zugeflüstert: „Ich hab’s gleich… ich hab’s gleich…“.

Doch entgegen aller Erwartungen – und vermutlich dank kollektiv eingezogenem Atem – schaffte es der ELW tatsächlich bis zur Wache nach Rendsburg. Dort wurde er geparkt wie ein rohes Ei, und alle waren erleichtert, dass es keinen zweiten, ungeplanten Feuerball gab.

Und so war am Ende nicht nur die Alarmübung ein voller Erfolg –
auch der unfreiwillige Nebenplot „Mission: Wie bringen wir einen halb durchgebrannten ELW nach Hause?“ wurde erfolgreich abgeschlossen.