Es war einmal in Rendsburg – genauer gesagt in der sagenumwobenen Bismarckstraße – da beschlossen ein paar feuerwehrverrückte Idealisten, der Geschichte ein neues Kapitel hinzuzufügen:
Die Gründung der 6. Gruppe LLF Baujahr 1941.

Der Name war Programm – und gleichzeitig so geheimnisvoll, dass manch Außenstehender vermutete, es handele sich um eine geheime Einsatztruppe oder eine nostalgische Schrauberloge. Beides war natürlich richtig.

Der Mitgliedsbeitrag wurde demokratisch und zukunftsorientiert festgelegt: 10 DM. Eine Summe, mit der man damals immerhin zwei Kisten Bier, eine Tüte Schrauben und ein gutes Gewissen kaufen konnte.

Das Herzstück des Vereins war – wie sollte es anders sein – ein Löschgruppenfahrzeug aus dem Jahr 1941. Dieses geschichtsträchtige Stück Technik kam nicht etwa auf eigener Achse nach Rendsburg, sondern – ganz standesgemäß – per Container. Schließlich hat so ein Oldtimer ja auch mal Rücken und fährt nicht mehr so gern selbst.

Begleitet wurde das betagte Einsatzfahrzeug von einem TS-Anhänger, der vermutlich schon damals wusste, dass er fortan mehr Kaffee- und Grillabende als echte Einsätze erleben würde.

Untergebracht wurde das stolze Gespann in einer Garage in der Bismarckstraße, die fortan zur Kommandozentrale, Werkstatt, Vereinsheim und Kaffeehaus in einem wurde. Hier wurde geschraubt, gelacht, gefachsimpelt – und manchmal sogar gearbeitet.

Die 6. Gruppe LLF Baujahr 1941 war geboren – ein Verein, der nicht nur Öl wechselte, sondern auch Freundschaften schmierte. Mit Schraubenschlüssel, Humor und einer Prise Nostalgie wurde hier Geschichte bewahrt – und regelmäßig mit Kaffee und Grillwurst gefeiert.

Und wer weiß: Vielleicht hört man auch heute noch in stillen Nächten ein leises Knistern aus der Bismarckstraße … das könnte das alte LLF sein – oder einfach nur jemand, der versehentlich den Schweißbrenner angelassen hat.