5 Minuten Lesezeit
Erster Landesfeuerwehrtag in Schleswig 1952 und die Freiwillige Feuerwehr war mit dabei

1952 – Blaulicht im Aufbruch

Das Jahr 1952 war für Rendsburg kein gewöhnliches Jahr.
Die Stadt wuchs. Und wuchs. Und wuchs noch ein bisschen weiter. Rund 37.000 Menschen lebten nun hier – und ein nicht unerheblicher Teil davon suchte Wohnraum. Besonders im neuen Stadtteil Mastbrook wurde gebaut, gehämmert, gemauert und gehofft. Überall entstanden Häuser, manchmal schneller als die Straßen richtig fertig waren. Die Feuerwehr hatte dadurch nicht weniger Arbeit – eher im Gegenteil. Frischer Dachstuhl und Funkenflug waren schon damals keine gute Kombination. Und mittendrin: die Freiwillige Feuerwehr Rendsburg.
Seit 30 Jahren im Dienst.

Landesfeuerwehrtag in Schleswig – Premiere mit Stolz

Ein besonderes Ereignis war die Teilnahme am 1. Landesfeuerwehrtag in Schleswig.
Man stelle sich die Szene vor: Uniformen geschniegelt, Helme blank geputzt, Stiefel mit mehr Glanz als die Schaufenster der Innenstadt. Dort traf man Kameraden aus dem ganzen Land. Man tauschte Erfahrungen aus, bewunderte Ausrüstung, diskutierte über Wasserförderung und – ganz sicher – auch über die beste Methode, nasse Schläuche im norddeutschen Wind zu trocknen. Vielleicht war es auch das erste Mal, dass man spürte:
Wir sind nicht nur eine Feuerwehr in Rendsburg.
Wir sind Teil von etwas Größerem.

Zwischen Tradition und Moderne

Rendsburg selbst befand sich im Übergang.
Die Stadt war im Krieg vergleichsweise glimpflich davongekommen – die Bausubstanz stand, die Geschichte war sichtbar geblieben. Doch nun begann langsam die Modernisierung, die in den 60er- und 70er-Jahren Fahrt aufnehmen sollte. 1952 war so etwas wie das „Durchatmen vor dem Aufbruch“. Die Stadt sortierte sich neu – organisatorisch, gesellschaftlich und baulich.Und die Feuerwehr?
Sie blieb, was sie immer war: verlässlich.

Ein stiller Abschied

Am 29. September 1952 verstarb Brandmeister Max Rehder.
Ein Kamerad, ein Führungskraft, ein Teil dieser Gemeinschaft.
Sein Name bleibt in der Chronik nicht nur als Funktionsträger, sondern als Mensch. In einer Zeit des Aufbaus gehörte auch das Abschiednehmen dazu.

Rückblick mit einem Lächeln

Wenn man heute auf das Jahr 1952 blickt, dann sieht man keine Hightech-Fahrzeuge, keine computergestützten Einsatzpläne, keine Atemschutzüberwachung per Tablet. Man sieht Männer mit Haltung. Mit Verantwortung. Mit Kameradschaft. Man sieht eine Stadt im Wachstum – und eine Feuerwehr, die mitwuchs.


Kommentare
* Die E-Mail-Adresse wird nicht auf der Website veröffentlicht.